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#Spargelzeit

    #Spargelzeit

    Mai ist Spargelzeit

    Ganze 1,4 Kilogramm – so viel Spargel verspeisten wir 2022/23 in Deutschland pro Kopf. Die weißen und grünen Stangen werden immer beliebter.  Mittlerweile geht der Trend bei Spargel zur regionalen Herkunft: Über 80 Prozent des Spargels kamen 2022 aus heimischen Anbaugebieten wie Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Bayern. Die restlichen rund 20 Prozent des hier verkauften Spargels werden allerdings noch immer entweder mit dem Lastwagen aus Griechenland, Spanien und Italien importiert oder sogar aus Peru und Mexico eingeflogen. Und: Nur ein Bruchteil des grünen Spargels stammen aus deutschem Anbau. Dabei entsteht 20-mal mehr CO2 als bei regional angebautem Spargel. Hinzu kommt, dass die Produktion von Spargel z. B. in Peru 40 Prozent mehr Wasser benötigt als bei der Erzeugung in Deutschland – das wiederum fehlt dann den Einheimischen.

    Ist Bio-Spargel der bessere Spargel?

    Die hohe Nachfrage nach Spargel in Deutschland führt dazu, dass im konventionellen Anbau immer mehr Pflänzchen auf engstem Raum angepflanzt werden. Viele Bio-Spargelbetriebe geben den Pflanzen dagegen mehr Platz, so haben sie mehr Luft und Licht, um natürlich zu wachsen. Außerdem legt man beim biologischen Spargel-Anbau großen Wert auf die Standortauswahl, denn die Spargel-Kultur soll für zwölf Jahre bleiben. Gegen sogenannte Bodenmüdigkeit wird nach der Erntezeit von acht bis zwölf Jahren ein Jahr Pause eingelegt und etwas anderes angepflanzt, bevor auf dem Feld wieder Spargel wächst. Ebenso wird im Bioanbau nicht mit synthetischen Düngemitteln gespritzt, sondern vor allem mit Mist und Kompost gedüngt Wer zusätzlich auf die im Bioanbau verwendete Kupferlösungen verzichten möchte, greift am Besten zur Demeter-Qualität. Zur Pflanzenstärkung werden hier „Kräutertees“ verwendet, etwa aus Ackerschachtelhalm.

    Umweltproblem beim Spargelanbau: Die Plastikfolie

    Für den Spargelanbau werden riesige Mengen Abdeckfolien produziert – wie fast jeder Kunststoff basieren sie auf dem knappen Rohstoff Erdöl und sind schon deshalb nicht gerade umweltfreundlich.  Dabei wird laut einer Forschungsreihe des Leibniz-Instituts für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) in Brandenburg die Entwicklung von Bodentieren wie Milben und von Mikroorganismen wie Pilzen und Bakterien in zeitweise abgedeckten Spargeldämmen nicht unterdrückt, sondern sogar gefördert. Inwieweit Vögel, vor allem Bodenbrüter unter den Plastikabdeckungen leiden, wird diskutiert. Und auch Insekten, Kleinsäuger und Pflanzen leiden unter den Feldern, die kilometerweit mit Plastikfolien verdeckt sind.

    Und warum das Ganze?

    Der Einsatz von Folien hat vor allem folgenden Grund: Unsere Spargelsaison dauert etwa von Mitte April bis traditionell 24. Juni. Importierter Spargel aus Griechenland, Peru und Co. ist schon früher zu bekommen – und oft auch billiger. Die Verbraucher:innen möchten also Spargel immer früher essen, ihn aber am liebsten aus der Region bekommen. Die heimischen Betriebe geraten so unter Druck: Sie müssen nun früher liefern.

    Unsere Empfehlung: JETZT ist Spargelzeit, aber …

    Da Spargel mühsam per Hand geerntet werden muss, sollten wir ihn bewusst und nur in Maßen konsumieren. Grundsätzlich sollte man Spargel nur von regionalen Erzeuger:innen innerhalb der heimischen Saison kaufen 

    Unser Tipp: Reste verwerten beim Spargelessen

    #Spargelzeit
    Für vier Portionen Spargelcremesuppe werden benötigt: Schalen und ggf. Enden von
    • 1 kg weißem Bio-Spargel
    • 1 L Wasser
    • 50 g Pflanzenöl  (z.B.
    • Veganer Block)
    • 2 geh. EL Mehl
    • frisch gepresster Zitronensaft
    • nach Geschmack 1 Prise Muskat Salz, Pfeffer
    • optional Hafercuisine nach Geschmack 
    Und so geht’s:

    Spargelschalen und -enden in einen Topf geben, 
    mit kaltem Wasser auffüllen und alles für 30 Minuten kochen. 
    Den Spargelsud durch ein Sieb abseihen und auffangen. 
    In einem zweiten Topf mit dem Veganer Block und Mehl eine Mehlschwitze anrühren. 
    Den aufgefangenen Spargelsud langsam der Masse zugießen und weiterrühren, bis die Suppe eine cremige Konsistenz erreicht hat. 
    Die Spargelcremesuppe mit Salz, Pfeffer, Muskat und Zitronensaft abschmecken. 

    Spargel mal anders

    #Spargelzeit

    Spargel muss nicht immer Kartoffeln und Sauce Hollondaise sein. Hast du schon mal unsere leckeren Grillsaucen von BLATTFRISCH dazu probiert? Mit den leckeren Bratlingen von Calendula die perfekten Partner zu Spargel Cross Over. Und aus unserem Sonate-Joghurt, angerührt mit der Barlach-Paste von KATRINS KÜCHE, lässt sich ein leckerer Dipp zaubern. Probier es doch mal aus!

    Übrigens: Wer weißen Spargel innerhalb von zwei bis drei Tagen aufessen möchte, lagert das Gemüse am besten im Kühlschrank, in ein feuchtes Küchentuch gewickelt. Grüner Spargel hält sich am längsten, wenn er in Wasser aufrecht stehend gelagert wird.

    Und wie gut, dass Spargel-Liebhaber:innen nicht nur auf die Spargelsaison angewiesen sind, um jederzeit Spargel essen zu können. Denn die Spargelstangen lassen sich gut einfrieren und halten sich bis zu acht Monate im Tiefkühler. Dafür werden die Spargelköpfe gewaschen und die Stangen geschält und von holzigen Stellen befreit. Den gesäuberten Spargel kann man zum Beispiel in einer rechteckigen, flachen Glasform schichten und einfrieren. Zur Zubereitung wird der Spargel tiefgekühlt direkt ins kochende Wasser gegeben. Die Spargelreste werden separat wie Gemüsereste eingefroren und eignen sich auch später noch für Gemüsefonds oder Spargelsuppen.